verkleidete Business Männchen und Weibchen

FRA -TXL Frühflieger

Lufthansa

Ich war gestern „mal schnell“ in meinem Urlaub (wieso hat der Midlifereisende Urlaub?? – anderes Thema…) in Berlin zu einem Business Termin. Ich kam am Abend vorher aus CURAÇAO zurück, landete in Düsseldorf und fuhr mit Zug usw. zurück nach Hause ins Mühltal, aufs Land hinaus, wo die Gräser noch grün und der Regen noch nass und kalt ist…

Mein Kollege hatte zwischenzeitlich für unser wichtiges Projekt bei einem Kunden in Berlin einen schicken Termin ausgemacht. Für mich war der Termin nicht so schick (ich sagte noch: WENN an DEM Tag, dann nicht vor 10 Uhr!), nämlich ab 8 Uhr morgens bis „open-end“.

Ergo: eigentlich am Abend der Ankunft direkt von Düsseldorf weiter fliegen nach Berlin. Aber: ich habe ja keine Business Verkleidung mit auf Curacao.
Also, zuerst heim und dann weiter…

Mhmm… Lufthansa sagt: da gibt es keinen Flieger mehr abends. Wann ich zu Hause bin, weiss ich eh noch nicht… Also doch morgens mit dem Frühflieger nach Berlin und abends wieder zurück.
Gesagt, getan! Der erste Flug um 7:15 ist schon ausgebucht, also den um 7:45, da bin ich um 8:55 in Berlin (theoretisch) am Flughafen Tegel. Der Kunde sitzt in Köpenick (wo sonst?) also am anderen Ende, wo in der Nähe mal eine neuer Hauptstadt Flughafen entstehen wird… irgendwann… vielleicht…. 😉

Müssen

Der  Flughafen in Frankfurt…
Das Abflug Gate wurde natürlich geändert, van A24 auf A34. Klingt unspektakulär, sind aber unglaubliche Entfernungen auf diesem Airport, gerade für ältere Herren mit Herzklabuster…

Welch Bild am Gate und am Flughafen:

Lauter Schubladenmäßig konformistische Business Männchen und Weibchen.
Er, in korrekter Uniform (gedeckter Anzug, hochglanzpolierte „SAUTEUER“ Schuhe, Business Gesichtsausdruck a la „ich bin wichtig Mann!“, Knöpfe im Ohr, Iphone in der Hand, permanent näselnd, mit allerlei Englischen Fachausdrücken des Beratersprech gespickt,  ins Nirwana quatschend…
Dabei (voll nachhaltigen) ToGo Café in der Hand jonglierend und das Eifon Kabel im Mund rumknabbernd sinnfrei und zombiehaft in der Gegend umherwandernd.

Das Business Weibchen derweil in gedeckten Farben mit mittelhochhackigen Schuhen („no bitch“ Höhe und Farbe), entweder in züchtigem Rock (eine Handbreit unter dem Knie endend) oder Hosenanzug mit Fussweite eines mittleren Indianer Tipis. Auf dem Kopf entweder einen kurze (Bob-) Business Frisur oder Zopf. In der Hand das uniforme Eifon, Knöpfe im Ohr und auf das Eifon pausenlos einredend. In der Hand irgendeine schicke Designer Tasche mit Laptop etc.
Wieso sind eigentlich Frauen genauso „verkleidet“ wie ihre männlichen Kollegen? Fehlt bei mancher nur der Schlips.

Die Masse steht dort, wandelt oder ersatzweise sitzt und flätzt sich auf den Sitzschalen des Flughafen Gates.
Jeder darauf bedacht, dass ja nicht jemand direkt neben einem sitzt. Niemand schaut den anderen an… Flirten – wie früher – durch Blickaufnahme, komplett unmöglich und wohl auch unüblich geworden…
(Danke Tinder, dass die Menschheit sich künftig doch noch irgendwie kennenlernen und ggf. vervielfältigen kann).

Die uniformierte Masse schiebt sich – zuerst die Business, Gold Card, HON-Member, ultrahochnäsigen, in den Business Flieger nach Bundeshaupstadthausen.

Im Flieger sitzen fast nur hochbezahlte Vollprofis, zumindest sehen sie so aus.
(Gott, wenn DER abstürzt…. Die Welt wird untergehen!)

Ich sitze mitten drin, in meiner Business Verkleidung (in Farbe Schlamm und mit Paisley Krawatte – welch Rebell!) und denke mir: FUCK, was mache ich hier, bei den ganzen Zombies?

Business-Verkleidung

Was diesen Menschen hier wohl so alles durch den Kopf geht?
Die nächsten Anschaffungen um den Nachbar oder Freunde neidisch zu machen?
Die Dinner Einladung in das angesagte Restaurant mit den vielen super Bewertungen und den astronomischen Preisen?
Was spielt sich hinter der antrainierten Business Fassade so alles ab?
Wieso arbeiten und reden die Menschen an jedem Ort, zu jeder Zeit, in der Öffentlichkeit – nur nicht miteinander?
Wieso schottet sich jeder so von dem anderen ab?
Ist Arroganz ein Gesellschaftsprädikat?

Der Flug verläuft unspektakulär professionell. Das ist wie Busfahren oder U Bahn am Morgen…

Wahrend des Fluges spreche ich meinen Sitznachbarn an, der anscheinend auch aus der IT Ecke stammt und sehr professionell wirkt. Er klappt direkt nach dem Hinsetzen sein MacBook Air auf und tippt und macht, Programmiert, Queryt und werkelt….
Ich bin beeindruckt!
Mein Laptop ruht im Gepäck Staufach über mir und ich sitze am Fenster… So ein Mist! 😉

Als auf meine Ansprache hin verwunderte Ruhe eintritt, denke ich erst: „vielleicht spricht er gar kein Deutsch?“

Ach doch, er reagiert auf humanoide Kontaktaufnahme. Zuerst schüchtern, doch dann durchaus in zusammenhängenden Wörtern, die Sinn ergeben. Er wagt sich aus seinem Schneckenhaus und gibt etwas – ein ganz klein wenig – über sein Menschenwesen Preis.
Er scheint Angst zu haben, ich sei ein IT Spion und würde ihm jetzt vermutlich gerade seine grandiosen Ideen stehlen, die er vorher ganz freimütig öffentlich der ganzen Welt über sein Eifon erzählte und mit seinem MacBook Air bedenkenlos jedem zur Einsicht stellte.
OK, ich sehe nach kurzer Zeit ein, dass meine Kontaktaufnahme wohl nicht business konform war und warte einfach ab. Es erfolgt von der Gegenseite keine Reaktion mehr (vielleicht habe ich ja auch noch irgendwas im Gesicht hängen?)

Also von Tegel mit dem Taxi (Car2Go hatte ich keinen Bock drauf mit Jetlag, so früh am Morgen) mit typischem Berliner Taxifahrer: „EINMA Quer durch, Wa?
Fahren wa am besten Autobahn, Wa?
Ja klar Mann! Jib Jummi! 😀

Ab zu den anderen Schubladenmännchen und -Frauchen zu einem wichtigen „Workshop“.

Ich sitze dort und komme mir vor wie in „The Sixth Sense“ – irgendwie zwar anwesend aber doch nicht ganz dazugehörend…
Bin ich schon tot, nur habe ich es selbst noch nicht bemerkt?
Nein, ich werde angesprochen und um Rat und Meinung befragt. Also BIN ich doch noch… 🙂

Am Ende des Tages waren wir erfreulicherweise sehr produktiv und es gab keine Eskalation.
Welch Kategorisierung eines Workshops! Man ist ja mittlerweile schon über Kleinigkeiten froh!

Ja, oftmals kann man in Meetings oder Workshops Menschenstudien betreiben.
Ich frage mich oft, ob es Einzelnen um die Sache oder mehr um die Selbstdarstellung geht?
Was ist denn der Sache dienlich? Wie findet man einen Konsens?
Als Berater sind wir manchmal mehr als Psychologe denn fachlich gefragt.

Abends bewegt sich die Masse auf der Stadtautobahn Richtung überall hin. Ich sitze mit einem Kollegen im Auto Richtung Tegel. Da der BER ja ganz knapp nicht fertig geworden ist, fahre ich also wieder einmal quer durch Berlin, bzw. lasse fahren. Der Stau staut, die Blechlawine schiebt sich Minute um Minute langsam vorwärts. Ich kann das Leben quasi im Zeitlupentempo vorbei ziehen sehen. Wiviel Zeit habe ich schon auf Autobahnen, im Zug auf „DEM WEG“ verbracht?

Ich erwische meinen Flieger trotzdem noch pünktlich.
Schön an diesem schnuckeligen kleinen Flughafen Tegel – laut weltweit nahezu übereinstimmender Einschätzung noch heute der am besten funktionierende Airport – ist ja, dass er so kompakt ist und wohl mal für ein Zehntel der nun abzufertigenden Fluggäste gebaut worden ist.
Du stehst am Gate, direkt dahinter Sicherheitskontrolle, dahinter Aufenthaltsbereich. Alles erledigt in wenigen Minuten.
Da plant man jetzt EINEN grossen Flughafen, der angeblich jetzt schon zu klein sein soll und dieser Flughafen aus den 60ern ist immer noch ein Beispiel dafür, wie alte Technik gut funktioniert.

Im Flieger ein paar (mürrische) Gesichter von heute morgen und ein paar wenige „Normalos“.

Ich habe zum Glück den letzten XL Seat am Notausgang ergattern können und kann die Füße ausstrecken.

Lufthansa XL Seat

Ich unterhalte mich auf dem Rückflug etwas mit einer Flugbegleiterin, die direkt neben mir sitzt.
Für sie ist es heute auch der letzte Flug (von 4), aber sie muss danach noch 2,5 Std. nach Hause fahren.
Sie freut sich darauf, nach Hause zu kommen zu Mann und Kindern und ist dankbar dafür, dass ihr Mann und die Oma ihr solch eine Arbeit ermöglichen. Wir unterhalten uns über Reiseziele und sie erkundigt sich interessiert über Curaçao und die Karibik.

Oh wie angenehm ist es doch, dass es noch Menschen gibt, die sich einfach mal nett und ungezwungen unterhalten können.

Nicht wie die versnobten Business Typen (m/w).

Wer hat Ihnen dieses Verhalten nur beigebracht……

Und ist das alles er STREBEN s WERT?

 

18 comments

  1. Hallo Holger, dieser Dresscode, zu dem man gezwungen wird, ist schrecklich. Anständiges Auftreten ist ja sinnig, aber das schießt inzwischen alles so weit übers Ziel hinaus. Da erscheint einem Aussteigen, oder zumindest Urlaub, immer verlockender. 😉
    Grüße aus dem Passeiertal

    1. Hallo Rebecka,
      Ja, viele definieren sich oder andere Menschen nur über diesen Dresscode.
      Dabei stecken dahinter immer Menschen wie du und ich…
      Liebe Grüße, Holger

  2. Hi Holger,

    wirklich klasse! 😀 Als jemand der selbst in den letzten Jahren in „Businessverkleidung“ rumgelaufen ist, kann ich das Bild, dass du hier beschreibst absolut unterschreiben. Allerdings muss ich nur noch genau 3 Tage (!!) die Leine, auch Krawatte genannt, tragen:) Denn dann geht es für mich und meine Partnerin in die Ferne und das erstmal auf unbestimmte Zeit und ich kann es kaum noch erwarten

    1. Hey Manuel,
      herzlichen Glückwunsch, dass Du nur noch drei Tage den Strick um den Hals liegen hast 😉 .
      Ich werde Eure Erlebnisse verfolgen und wünsche euch viel viel Spass.
      Liebe Grüße, Holger

  3. Wunderbar – so und genau so ist das!

    Ich verweigere mich diesem Dresscode ja inständig – ich bin IT-Mensch, da darf ich rum laufen wie ich will – Basta! Allerdings bin ich auch nicht in der Beraterbranche tätig, da wird das bestimmt im gewissen Maße erwartet.

    Mir fällt dieses Business-Völkchen immer ganz besonders auf, wenn wir von langen Reisen zurück kommen und dann noch eine Kurzstrecke hier in Europa fliegen müssen. Egal ob FRA-DUS oder LHR-DUS, auf einmal sind sie wieder da, diese Menschen. Ürbigens, je jünger, desto schlimmer manchmal – Praktikanten im Anzug sind an Überheblichkeit kaum zu überbieten.

    Ich frage mich immer, wo sind die in anderen Ländern. Beispiel USA – klar, da rennen auch Menschen im Business Dress rum, aber es sind anteilig viel weniger und im Flieger – man glaubt es kaum – sprechen die sogar mit einem, wenn man die neben sich sitzen hat.

    Dafür sieht man viele Menschen, die offensichtlich auch „wichtig“ sind, mit dem Notebook rum machen, an eiphone Kabeln kauen – aber in Jeans und Poloshirt. Geht doch auch so, scheinbar. Zeigen die vielleicht ihre Kompetenz durch Wissen und nicht durch teure Schuhe?

    LG Thomas

    1. Danke für Deinen Kommentar.
      Ja, ich bin ja nunmal auch sehr viel im Ausland unterwegs. Ich habe die selbe Beobachtung gemacht wie Du. Dort legt man anscheinend nicht so viel Wert auf Klamotten (des Königs Kleider?) und oberflächliches Gehabe. Das man dies hier oftmals so verlangt oder voraussetzt ist eh Quatsch, aber leider noch tief verankert in den großen Unternehmensgebilden und deren Köpfen.
      Ich habe zum Glück auch viele Kunden, wo ich diese Verkleidung nicht (mehr) brauche. Kontaktfreudigkeit sollte allerdings auch im Anzug gehen. Ja und Praktikanten im Anzug…. Man hat ihnen halt diese Verhaltensweisen eingebleut und sie halten sich daran, solange sie es nicht besser wissen… Bis zu einem gewissen Alter dachte ich auch ich MÜSSTE mich in bestimmter Weise arschig verhalten, da dies so verlangt wird. Irgendwann erkennt man es. Die einen früher, die anderen spät oder gar nicht…

  4. Hey 🙂 Ich bin am Samstag von FRA nach TXL geflogen und abends wieder zurück – ja, allein auf den Flughäfen kann man Sozialstudien betreiben. Ich habe das ähnlich empfunden wie du. Extrem: der Wagen mit der Riesenbockwurst. In TXL eine junge Rockabilly-Braut hinterm Tresen, die mit 2 Polizisten plauscht, während die auf ihre Bockwurst warten. In FRA eine eingeschüchtert bis gelangweilt aussehende Afrikanerin, des Deutschen und Englischen vielleicht nicht mächtig, vielleicht hat sie auch nur die Nase voll davon, sich weiter von den Businessmännchen anschnauzen zu lassen, wie lange denn so eine blöde Wurst dauere – die müssen ja schnell weiter, die Welt retten.
    Und ja – der Schnuckelflughafen funktioniert, richtig gut!
    Ich bin allerdings in B mit Bus und Bahn gefahren – und habe trotz Teilen der Bahn auf den letzten Drücker mit viiiiielen Fans, die zum Champions League Finale wollten, meinen Flug noch bekommen – das wäre in FRA wohl nicht passiert 😉
    Dafür haben da alle groß geguckt, als ich in den unendlichen Weiten auf dem Weg zum Auto meine Schuhe ausgezogen hab und barfuß weiterlief.
    Ich habe herzlich gelacht bei deinem Post, sehr zutreffend. Und vielleicht stecken ja noch öfter in der Businessmännchen- Verkleidung menschliche Wesen, wer weiß?
    LG
    Lena

    1. Ja, in einigen Verkleidungen stecken sicherlich noch menschliche Wesen mit all ihren Facetten. Viele legen abends zuhause ihre Verkleidung und ihre Maske ab und sind einfach nur Mensch. Schade nur, dass sie im „normalen Leben“ nicht so auftreten oder es sich nicht getrauen. Mein Vater sagte früher mal zu mir, als ich vor einer grossen Gruppe Menschen sprechen mußte und richtig Schiss davor hatte: „Bub, stell die Dir einfach alle naggisch vor – dann sehn die genauso doof aus wie du und sind auch nix anneres als Mensche…“ Das half mir sehr! Seitdem bin ich wie ich bin! Die einen lieben mich, die anderen nicht. Und das ist auch gut so!
      Wer mich nur im Anzug respektiert, hat mich gar nicht verdient… 😛

  5. Hey Holger,
    made my day 🙂
    Als ich noch als Trainerin für einen großen Mobilfunkkonzern gearbeitet habe, saß ich auch oft an Flughäfen herum. Während die anderen Geschäftsreisenden ihre Laptops aufgeklappt oder Business-Zeitschriften studiert haben, habe ich Donald Duck gelesen.
    Wieso die anderen so seltsam geguckt haben, ist mir bis heute ein Rätsel 😉
    Liebe Grüße
    Nima

  6. Hallo Holger,

    was für ein witziger Artikel. Ich habe herzhaft gelacht, dafür danke ich Dir, denn wie Charlie Chaplin schon sagte: Ein Tag ohne Lachen, ist ein verlorener Tag!
    Dank Dir war meiner erfolgreich! 🙂

    Liebe Grüße,
    Corinna

    1. Hey Corinna,
      ich freue mich, wenn ich Dir zu herzhaftem Lachen verhelfen konnte,
      denn: Charlie Chaplin hatte völlig Recht! 😀

      Liebe Grüße, Holger

  7. Hallo Holger,

    ein absolut geiler Post!
    Dein Sarkasmus hat uns mehrfach laut lachen lassen !
    Du hast wirklich recht mit deinen Gedanken !
    Gut das wir unsere Business-Klamotten schon vor Jahren aus dem Kleiderschrank verbannt haben!
    Wir sind ja auch schon mehrfach die Kurzstrecke TXL-FRA geflogen.
    Und da wir von FRA aus immer unseren Langezeiturlaub angetreten haben, hatten wir natürlich unser legeres „Urlaubs-Outfit“ angelegt.
    Da fühlt man sich schon fast wie ein Außenseiter, aber mit den Urlaubsgedanken im Kopf, kann man über die schwer arbeitenden und überarbeitet aussehenden Business-Menschen nur belächeln !!

    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

    1. Hallo ihr Beiden!
      vielen Dank für die Blumen… 🙂
      Ich hatte bis letztes Jahr auch keine „Verkleidung“ mehr und saß auch schon in diesem Flieger in „normalem“ Outfit.
      Das ist wahrlich noch gruseliger… 😀
      Schlimm ist nur, dass viele sich selbst als Mensch gar nicht mehr wahrnehmen von diesen Busines-Menschen…
      Liebe Grüße, Holger

  8. Hallo Holger,

    schön mal wieder einen Bericht von dir zu lesen. Ich kann es gut nachvollziehen. Ich habe selten solche Termine in denen ich mal im Flieger mit den anderen Business People unterwegs sein muss. Ich fühle mich dann auch nie wirklich als würde ich dazu gehören auch wenn es dann optisch so den Anschein macht. Ich hatte mal ein schönes Erlebnis im ICE von Berlin Richtung Ruhrgebiet. Nach einem anstregenden Tag beginnend um 5Uhr am Duisburger Bahnhof folgte ein Meeting am Vormittag mit anschließender Verhandlung am Mittag an der Baustelle um am Abend wieder im Zug Richtung Heimat zu sitzen. Nach kurzer Verschnaufspause im Zug, fing ich auf dem Laptop an das Protokoll zu schreiben und danach noch eben einen Plan zu bearbeiten und plötzlich war mein Nachbar so Neugierig, dass er fragte was ich da mache und so kam man ins Gespräch. Ich hätte in abwimmeln können, aber in dem Moment dachte ich Fu… du bist über 10 Stunden auf den Beinen, dann mach ich das halt Morgen zu Ende, die Unterhaltung war in dem Fall wertvoller.

    Viele Grüße

    1. Ja, diesmal ein etwas „anderer“ Bericht. Ich wollte mal etwas wiedergeben von dem was mir so alles täglich im Kopf umherspukt, mich beschäftigt. Ich weiss, auch Du bist ein MENSCH, der gerne mit anderen Kontakt hat und sich für andere Menschen interessiert. Das sind Werte, die mir an meinen Freunden gefallen und die ich auch nicht missen möchte!

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