Bonaire 2013

Bonaire – The Divers Paradise…?

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Wobei hier mit „Divers“ nicht der deutsche Begriff gemeint ist. 😉

Wir hatten als Taucher (PADI AOWD), die schon in vielen verschiedenen Revieren getaucht sind, bei solchen Aussagen hoch gesteckte Erwartungen!

Was ist ein Paradies fĂŒr Taucher? Wie stellt man sich das vor?
Ich werde spĂ€ter darauf zurĂŒck kommen…

Zuerst holen wir unseren Pick Up am Flughafen ab:

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Dieser mußte aber sogleich repariert werden, da der Gurt auf der Beifahrerseite nicht mehr funktionierte. Da bei der Abholung kein Mechaniker verfĂŒgbar war, kam dieser am nĂ€chsten Morgen in unser Resort und reparierte den Wagen vor Ort.
Nicht schlecht! 🙂

Unsere Unterkunft auf der Insel:

Eden Beach Resort Bonaire

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Wir hatten bei unserer Buchung ĂŒber ABC-Travel mit verschiedenen UnterkĂŒnften geliebĂ€ugelt. Das Buddy Dive Resort wurde uns vom Chef empfohlen.
Er arbeitete 1,5 Jahre auf Bonaire und kennt wirklich alles aus erster Hand.
Wir aber lasen vom Strand bei Eden Beach…
GĂŒnther  Kropp – der Chef von ABC-Travel – sagte uns schon, dass man den Begriff „Strand“ auf Bonaire nicht verwechseln sollte mit StrĂ€nden auf Aruba oder Curacao, da Bonaire eigentlich keine richtigen StrĂ€nde hĂ€tte (was jetzt so auch nicht stimmt)
Fakt: von der Lage her nur ein paar Meter entfernt vom Buddy Dive, so groß ist die Insel ja nun nicht, preislich macht sichs nix… Also: es wurde dann das Eden Beach! 🙂

Und wir wurden nicht enttÀuscht von der Anlage und unserem Appartment!

Blick von unserem Balkon
Blick von unserem Balkon

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Einzige Negativpunkte:
Keine Ablagen oder Haken im Bad oder im Zimmer. Das war auf Aruba besser.
Da waren Ablagen unter den Waschbecken, Mehrere Handtuchstangen, Ablagen in der Dusche, usw.
Kein Grundbedarf wie SpĂŒli, Lappen, Salz, Zucker, Pfeffer. Wir hĂ€tten etwas Pfeffer von zuhause oder aus dem Flieger mitbringen sollen. Fortan sind wir stĂ€ndig auf der Suche nach kleinen PĂ€ckchen Pfeffer. Salz haben wir ja nun gekauft. Das reicht erst mal fĂŒr mindestens diesen Urlaub. Öl kauften wir auch in einer kleinen Flasche…
Toaster gab es natĂŒrlich auch hier nicht…

Das sollten die AppartementhĂ€user verbessern, auf der einen Seite „Eco Resorts“, dann aber kaufen viel Touris diese Sachen und werfen nachher den Grossteil davon weg. Manche kaufen sogar Plastik-KĂŒhlboxen, Toaster und diverse andere Dinge die nachher entsorgt werden (ist ja billig… hörten wir…). Wo landen diese??
Auf einer Insel wie Bonaire…

Strand vom Eden Beach
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Hier ist es fĂŒr die Poser total hip ihre MotorrĂ€der an der Schwinge um 20-30 cm zu verlĂ€ngern (warum auch immer) und mit viel am Gas drehen und wenig Geschwindigkeit in der „Innenstadt“ von Kralendijk herum zu fahren.
Ein bißchen Ocean Drive Feeling auf Bonaire.     😉2013-10-10 21.15.53

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Ansonsten ist Bonaire viel ruhiger als Aruba, eher etwas verschlafen, nicht so amerikanisch, mehr local Food.  Auf Aruba sagten die Einheimischen immer, wenn wir erzĂ€hlten dass wir danach nach Bonaire fliegen: Oh, itÂŽs so nice and so quiet…

Im Westen ist es karg und es gibt viel verfallene und verlassene HĂ€user.

Karpata
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Im Resort gibt es eine Basis von Wannadive Bonaire2013-10-07 18.17.53

Auf Bonaire kann man als zertifizierter Taucher „frei“ tauchen. Das heißt: Man leiht sich das Equipment was man braucht und holt sich Pressluftflaschen soviel man will
(unlimited air oder nitrox) an der Ausgabe und geht mit seinem Buddy tauchen. DafĂŒr gibt es an der Basis ein Hausriff und darĂŒber hinaus ĂŒber 80 ausgewiesene TauchplĂ€tze die man vom „Strand“ aus mit dem Auto (vorzugsweise Pick Up) erreichen kann.

Da wir fĂŒr alle TauchplĂ€tze zu wenig Zeit hatten, haben wir bei Wannadive nachgefragt wo man denn UNBEDINGT tauchen mĂŒĂŸte wenn man hier ist, weil man sich sonst in den Allerwertesten beißt.

Daraufhin haben wir uns eine Hand voll TauchplÀtze ausgesucht, die wir betauchen wollten. Gesagt, getan! 4 Pressluftflaschen und Equipment aufgeladen und los gehts. Wir steuerten erst den Westteil der Insel an (hoch bis Karpata).

Übrigens: Man sollte nichts im Auto lassen was wertvoll ist und die Fenster vom Auto offen lassen. Also: Drybag mitnehmen (auf Aruba fĂŒr nicht so billig Geld gekauft), weil PlastiktĂŒte bei AutoschlĂŒssel mit Funkfernbedienung keine gute Idee ist (auf Aruba festgestellt).

Die Wege ins Wasser mit dem ganzen Tauchgeraffel sind aber – gerade im Westen der Insel – teilweise extrem abenteuerlich. Es geht ĂŒber lose Korallen ins Wasser, manchmal auch recht steil oder ĂŒber aufeinandergeschichtete Steine.

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Ja, einige Einstiege sind echt abenteuerlich. 1000 Steps z.B. wollten wir uns nicht geben. Da geht es 72 Stufen hinunter (und spĂ€ter auch wieder hoch bei ĂŒber 30 Grad im Schatten – wenn dort welcher wĂ€re) und dann ist man noch nicht im Meer! Da ist dann wieder loses, scharfkantiges Korallengestein ĂŒber das man ins Meer watschelt.Brandung hat es auch noch… Also nix fĂŒr AnfĂ€nger und Warmduscher!

1000 Steps
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Überraschung beim Zusammenbau der AusrĂŒstung:
Erste Flasche ist nicht dicht zu kriegen, weil Anschluss total verdellert ist!
Sehr beruhigend!
Dadurch dass hier jeder frei tauchen gehen kann und auch auf dem Pick Up ĂŒber Stock und Stein die Flaschen selbst transportiert, sieht das Equipment entsprechend aus.
So schlechtes Zeug hatten wir noch nie!!  🙁
FĂŒr diesen tag haben wir also nur EINEN Tauchgang machen können, sonst hĂ€tten wir die ganze Strecke zurĂŒck fahren und eine Ersatzflasche holen mĂŒssen.

Fortan haben wir immer mindestens 5 Flaschen mitgenommen und alle FlaschenanschlĂŒsse grĂŒndlich untersucht vor dem Aufladen.
(Nur die mit noch halbwegs chromglĂ€nzenden AnschlĂŒssen nehmen).

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Wir haben dann auch einen Bootstauchgang vor Klein Bonaire mit Wannadive mitgemacht. Dieser war auch wesentlich entspannter als die Shoredives.
Rauf aufs Boot, rausfahren lassen, Kram anziehen, RĂŒckwĂ€rtsrolle, fertig!
Guide dabei, der weiss wo was ist am Riff…
🙂

Shore diving:
OK, man braucht kein Boot, dafĂŒr sehr gute Taucher Boots, mit fester Sohle!
Wenn man als Urlauber mit begrenzter Zeit in so einem Revier ist, sehe ich keinen Vorteil darin, frei tauchen zu „dĂŒrfen“. Wenn was passiert, ist keiner da.
Viel Zeug soll man nicht mitnehmen an einsame StrÀnde, wegen Diebstahlgefahr.

Wo soll man am Riff entlang tauchen? Wo gibt es etwas zu sehen?
Guides die hier wohnen und schon hunderte oder tausende TauchgÀnge hier machten, wissen das sicher!

Leider sind wir wohl von anderen Destinationen hinsichtlich Fischanzahl, FischgrĂ¶ĂŸe und Farbigkeit und FĂŒlle des Riffs verwöhnt.
Ja, man kann hier tauchen, es gibt ein Riff und auch Fische…
Grossfische wird man hier nicht sehen, auch Manta Rays haben wir vermisst.

MEIN Fazit: Als Divers Paradise wĂŒrde ich persönlich Bonaire nicht bezeichnen!
Es fehlte mir der Wow-Effekt, wo man nach dem Auftauchen sagt: Irre!
Ich muss da wieder runter, oder einfach unten bleiben!

Da ist wieder das Problem mit der Erwartungshaltung, wenn jemand sagt:
Das ist das Divers Paradise, da muss man als Taucher hin um etwas gesehen zu haben!
Oder waren wir zur falschen Zeit am falschen Platz?
Aber andere Taucher die wir fragten und die auch schon andere Destinationen gesehen haben Ă€ußerten sich genauso…

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Ach ja… StrĂ€nde!

Es gibt sie schon auf Bonaire.
Hier zum Beispiel ein Strand im SĂŒdosten der Insel, an dem die Kitesurfer unterwegs sind.

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– sehr lecker!
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Flamingo Sanctuary
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Lac Cai im Westen
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2 Kommentare

    1. Bonaire gefiel mir insgesamt schon sehr gut. Es hat noch etwas verschlafenes, karibisches. Zum GlĂŒck nicht so amerikanisiert wie Aruba, ruhiger, noch mehr Lokalkolorit…
      Ja, es ist definitiv (mindestens) einen Besuch Wert! Allerdings hat es FÜR MICH die Bezeichnung Divers Paradise nicht verdient…
      Sobald ich mein Divers Paradise gefunden habe, werde ich davon berichten. Bis dahin werde ich aber noch einige Destinationen besuchen…
      Also, stay tuned!
      NĂ€chstes Jahr geht’s erst richtig los.

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