Segeln Grenadinen und Tobago Cays

Segeln Grenadinen

Segeln Grenadinen

Segeln von St. Vincent bis nach Carriacou
mit der Segelyacht Claro Di Luna

Gebucht habe ich von Deutschland aus bei Karibikreisen.com. Frau Grdseloff ist früher mit ihrem Mann um die Welt gesegelt und sie sind dann auf Grenada sesshaft geworden. Frau Grdseloff war lange Zeit dort als österreichische Honorarkonsulin tätig. Das Unternehmen Karibikreisen.com besteht nun schon seit 1998, was sehr viel Erfahrung und viele gute Verbindungen vor Ort bedeutet, natürlich auch zur Seglerszene.

Transfer vom Hotel

Wir wurden auf unserer Inselhopping-Tour durch die kleinen Antillen auf St. Vincent mit einem Bus vom Hotel abgeholt und zum Pier gefahren. Der Bus kam erstaunlicherweise weitestgehend pünktlich und war bis auf uns leer! Ja, uns erstaunt das schon mit der Pünktlichkeit! Wir sind es gewöhnt, dass ausserhalb von Deutschland normalerweise die Uhren etwas anders, nämlich langsamer und weniger hektisch ticken…

Am Pier wartete der Skipper John Sinclair bereits mit dem Dinghi (Beiboot). Er übernahm unser Gepäck und uns an Bord und wir tuckerten Richtung Segelyacht. Als Gepäck hatten wir jeder eine Reisetasche und einen kleinen Rucksack (Daypack). Mehr sollte man auch nicht mitnehmen auf eine Yacht, sonst gibt es Verstauungsprobleme. Koffer gehen an Bord gar nicht!
Zu dem Thema „Was brauche ich an Bord einer Yacht, Do´s und Dont`s“, schreibe ich in Bälde mal einen Beitrag.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt weder eine Ahnung auf was für eine Yacht wir kommen, noch wieviel Leute ausser uns noch an Bord sind, denn wir hatten eine Kojencharter gebucht.

Segeln im Kojencharter

das bedeutet, wir hatten eine Koje für zwei Personen auf einem Segeltörn gebucht. Je nachdem wieviele Leute noch gebucht hatten, wäre das Boot mehr oder weniger voll belegt. Die Strecke ist soweit bekannt, wobei diese immer von Wind und Wetter abhängig ist. Wir hatten Vollpension, also mussten wir uns nicht um Verproviantierung usw. kümmern. Man muss an Bord beim segeln nicht mithelfen, kann aber jederzeit mit anpacken wenn man will. Seemeilen Bestätigung wird dann auch je nach Mithilfe gerne ausgestellt, falls man diese für das weitere Segeln, bzw. die Ausbildung dazu als Erfahrungsnachweis benötigt.

Nach kurzer Fahrt waren wir an der Yacht angelangt, die an einer Boje in einer Bucht festgemacht hatte.

Wow, ich war beeindruckt… Eine 50 Fuss Jeannau Sun Odysee!

Segeln Grenadinen

So happy über das tolle Boot!

Wir gingen an Bord und begrüßten Johns Frau, die sich um unser leibliches Wohl an Bord kümmern würde.

Es waren noch keine weiteren Passagiere an Bord. Also fragte ich, wohin wir unser Gepäck verstauen sollen und welche Kabine uns zugedacht wäre. Darauf sagte John: „There are no more passengers. you can use every empty cabin that you want!“

Die Yacht teilten wir also lediglich mit dem Skipper John und seiner Frau.
Purer Luxus! Volle Dekadenz… Normal können 10 Personen an Bord dieser Yacht wohnen. So hatte jeder von uns vier seine eigene Koje mit eigenem Bad!

Da der Skipper ausserordentlich redefaul war und auch auf Nachfragen nur äußerst knapp antwortete, hiess er bei uns fortan intern „der stille John“. Das änderte sich erst am vorletzten Abend, als ich einmal alleine mit ihm an Deck war (die Frauen schliefen schon) und er den Rumpunch herausholte… 😉

Segeln Grenadinen und Tobago Cays

Kurz gesagt: Es war einfach absolut traumhaft!

Wir sind alle Inseln abgesegelt, ich durfte mit anpacken, wir haben super leckeres Essen an Bord bekommen und selbstverständlich auch den obligatorischen Sundowner. Tagsüber viel Wasser getrunken (sehr wichtig! Man trocknet schnell aus…), viel frisches Obst gegessen und Menschenleere Strände in Beschlag genommen. Mit Fischen und Schildkröten geschnorchelt. Das Horseshoe Reef auf den Tobago Cays war voll mit lustigen Baby-Schildkröten. Einfach Sagenhaft!

„Das Leben könnte schlimmer sein“ war unser Spruch auf dieser Reise.

Als wir später auf Grenada in einem „normalen“ Hotel waren und dort am Grand Anse Beach so 5-6 Leute lagen, waren wir enttäuscht!
„Der Strand ist ja gebraucht!“ (es ist ein „Second-Sand“)

Mit Stränden sind wir eh mittlerweile verwöhnt für den Rest unseres Lebens!

Was hat das Ganze bei mir ausgelöst?

Ich war infiziert vom Segelfieber, aber vom allerfeinsten!

Anita eher nicht so, sie hat die Schaukelei in der letzten Nacht, wo uns ein „kleiner“ Ausläufer eines tropischen Sturmes streifte, nicht so wirklich gut vertragen und war ausserordentlich froh über den Landfall am nächsten Morgen. Sie wollte auch nicht an Bord Frühstücken.

Nun denn, ich jedenfalls wusste:

„Das muss ich Lernen, ich will das selbst Können!“

Die Lunte war gelegt…..

Im nächsten Artikel erzähle ich euch, was man zum Mitsegeln braucht und auf was zu achten ist.

7 Kommentare

  1. Toller Bericht und super Bilder – erinnern mich sehr an unseren Trip dort. St.Vincent & the Grenadines sind wirklich ein klasse Segelrevier. Salt Whistle Bay von Mayreau und Tobago Cays sind unbedingt empfehlenswert.

    1. Hallo Melanie.
      Ja, das war wirklich Glück. Allerdings auch wegen unserer Reisezeit. Im Oktober segelt da ja fast niemand wegen Angst vor Hurricans. Ich kann die Destinationen nur empfehlen, es war wirklich traumhaft!
      Aber auch solche Träume können wahr werden! 🙂

  2. Sehr toller Bericht. Da hattet ihr ja wirklich Glück und einen absoluten Traumurlaub. Die Fotos kannte ich ja schon aber dazu der passende Bericht macht noch mehr her.
    Weiter so 🙂

    1. Erst mit den Hintergrund Infos werden die Fotos auf dem Blog ja „lebendig“. Es gibt natürlich noch viele, viele mehr. Überlege derzeit, ob ich perspektivisch eine separate Bildergalerie (owncloud) verlinke? Mal sehen… Aus manchen habe ich kleine Filme erstellt. Ist aber jede Menge Arbeit! Schön zu sehen, dass auch Dein Blog wächst! 🙂

  3. Ein toller Bericht, da krieg ich doch glatt wieder Sehnsucht nach Meer 🙂
    Tobago Keys stehen auch noch auf meiner Wunschliste, am liebsten direkt von Grenada aus bis St. Martin hoch 🙂
    Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, dass wir das zusammen machen können.
    Bis dahin sag ich schon mal allzeit gute Reise mit vielen weiteren tollen Erlebnissen.
    Liebe Grüße
    Paul

    1. Paul, ich kann es nur empfehlen und würde mit euch SOFORT lossegeln! Da ich die BVIs ja noch nicht kenne, fahren wir dann bis ganz „hoch“ und Du zeigst mir dieses Revier! 😀
      Ich hoffe ja, dass mit Oktober klappt? Das ist ja auch ein ganz grosser Traum Wunsch von mir… 🙂 Liebe Grüße und bis bald mal wieder in der 2. Heimat, der schönen Insel Curacao.
      Holger

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